Fortpflanzung
Die Weibchen und Männchen erreichen etwa im gleichen Alter mit rund 13 bis 15 Jahre die Geschlechtsreife. Während die Ladys im Allgemeinen mit 15 Jahren ihr erstes Kalb gebären, paaren sich die Herren erstmals mit 20/21 Jahren, wenn sie ausgewachsen sind. In Abständen von fünf Jahren bringt ein Weibchen ein Baby zur Welt. Die Tragezeit beträgt 15-17 Monate.
Bei den Schwertwalen wählt das Weibchen den Partner nach seinem Dialekt aus. Je mehr sich sein Dialekt von ihrem unterscheidet desto besser stehen seine Chancen auf die Paarung. Auf diese Weise vermeiden sie Inzucht. Eine neue genetische Studie von den Southern Residents hat gezeigt, dass männliche und weibliche Mitglieder aus dem gleichen Pod sich paaren. Dies ist das Gegenteil zu einer früheren Studie bei den Northern Residents. Dort stammte der Partner stets aus einem anderen Pod.
Ein weiteres Kriterium bei der Partnerwahl könnte das Alter spielen. So sind ältere Bullen gefragter, möglicherweise durch ihre Erfahrung.
Weiterhin vermischen sich Residents, Transients und Offshores nicht - weder zum Spielen, Jagen oder Schlafen noch um sich zu paaren. Die Familie des Männchen und Weibchens vermischen sich für die Zeit der Paarung, hinterher gehen sie wieder ihre eigenen Wege.
Geburt und Aufzucht der Babys
Das Kleine wird in der Regel mit dem Schwanz zuerst geboren, jedoch kommen auch Geburten mit dem Kopf voran vor. Hier besteht die Gefahr des Ertrinkens für das Neugeborene. Sofort nach der Geburt hilft die Mutter oder ein anderes Familienmitglied dem Neuling an die Wasseroberfläche, damit es seinen ersten Atemzug nehmen kann.
Anfangs schwimmt es unkoordiniert, lernt aber sehr schnell und hält sich immer an Mamas Seite auf. Weder das Kalb noch seine Mutter schlafen in den ersten Monaten nach der Geburt. Es wird bis zu einem Jahr gesäugt bevor es feste Nahrung zu sich nimmt. Innerhalb seines ersten Lebensjahres lernt es den Familiendialekt.
Die anderen Familienmitglieder kümmern sich ebenfalls um den Neuzugang. Die Männchen übernehmen keine Vaterrolle. Sie sind nicht an der Aufzucht beteiligt, da sie nach der Paarung zu ihrer eigenen Familie zurückkehren. Dementsprechend helfen sie Babys aufzuziehen, die in ihrem Umfeld geboren werden.


