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I11 Matriline

Die I11 Matriline hat im Laufe der Studie nur zwei Verluste erlitten. Trotzdem wächst die Familie nur langsam. Obwohl die beiden fortpflanzungsfähigen Weibchen das Ende ihrer fruchtbaren Zeit fast erreicht haben, wurden bei ihnen jeweils nur drei Nachkommen dokumentiert. Immerhin haben sie nur einen Nachwuchs in Kindesalter verloren.

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AKTUELLE NEWS

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    Abschied von Polaris (J28) & Sohn Dipper (J54)

    Es war nur eine Frage der Zeit, auch wenn die Hoffnung auf ein glückliches Ende bis zuletzt aufrecht gehalten wurde: Polaris (J28) ist tot. Anfang Januar 2016 bemerkten die Forscher erstmals eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes, wahrscheinlich auf Grund von Komplikationen während der Geburt ihres jüngsten Sprosses Dipper (J54), welcher erstmals am 01. Dezember 2015 gesichtet […]

  • j14_rip

    No fish, no blackfish!

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  • Nekropsieergebnisse belegen tragische Verluste für Southern Residents

    Ende März wurden traurigerweise zwei Schwertwale tot aufgefunden: zuerst am 23. März 2016 ein weibliches Baby bei Sooke und eine Woche später am 30. März 2016 ein ausgewachsenes Männchen in Esperanza Inlet. Beide waren leider bereits stark verwest, dass eine Identifizierung mit Hilfe von Foto-ID nicht mehr möglich war. Allerdings wurden Nekropsien durchgeführt, bei denen […]

  • Babyboom-Dämpfer mit dem Tod von J55

    Leider ist das jüngste Mitglied der Southern Residents verstorben. Es wurde bei den letzten Sichtungen nicht angetroffen, da es allerdings noch von Schutz und Muttermilch abhängig war, ist der Tod der kleinen Flosse nur sehr wahrscheinlich. J55 wurde erstmals am 18. Januar 2016 in Puget Sound angetroffen. NOAA Forscher beobachteten es mit den Weibchen Samish […]

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Nekropsieergebnisse belegen tragische Verluste für Southern Residents

April 14, 2016

Ende März wurden traurigerweise zwei Schwertwale tot aufgefunden: zuerst am 23. März 2016 ein weibliches Baby bei Sooke und eine Woche später am 30. März 2016 ein ausgewachsenes Männchen in Esperanza Inlet. Beide waren leider bereits stark verwest, dass eine Identifizierung mit Hilfe von Foto-ID nicht mehr möglich war. Allerdings wurden Nekropsien durchgeführt, bei denen auch Proben für Gentest genommen wurden, deren Ergebnisse nun die bittere Wahrheit ans Licht gebracht haben: es handelt sich bei beiden Individuen um Southern Residents.

Das Baby, nicht mal zwei Wochen alt und rund 2,1m lang, war noch nicht katalogisiert und besaß keine ID. Mutter und Vater sind derzeit unbekannt, mögicherweise nicht ermittelbar. Podzugehörigkeit ist ebenfalls unbekannt. Bei der Nekropsie wurde keine Todesursache gefunden, doch stehen noch Testergebnisse aus, u.a. auch zu welchem Pod das Baby gehörte.

Das Männchen wurde anhand der Narben von einem Sender als der 20-jährige Nigel (L95) identifiziert. Den Sender erhielt er am 24. Februar 2016 vor La Push, welcher dann drei Tage Daten übermittelte. Laut NOAA handelt es sich bei der Besenderung und Nigel’s folgendem Tod um Zufall. Rückstände des Senders befanden sich zum Zeitpunkt der Nekropsie immer noch in seiner Finne. Eine Entzündung lag offensichtlich jedoch nicht vor. Stattdessen entdeckten Forscher bei der Nekropsie eine Bauchfellentzündung sowie die Durchlöcherung des Bauches und Darmschlingen zurückzuführen auf die Verwesung und das Aufblähen.

Es sind traurige Nachrichten nach dem Babyboom des letzten Jahres. Schwere Veruste, welche die Population verkraften muss. Vor allem der Tod des weiblichen Neugeborenen wiegt auf Grund des anhaltenden Männchenüberschusses bei den Kälbern besonders schwer. Immerhin ist es tröstlich zu wissen, dass J53, Princess Angeline’s (J17) vierter Nachkomme, als Mädchen identifiziert werden konnte. Doch bis sie zum Erhalt der Community beitragen kann, dauert es noch 12-16 Jahre und benötigt viel Lachs!

RIP, Nigel und Baby!

Weiterführende Links:
DFO Nekropsiebericht
Pressemitteilung des CWR
J53 Bellyshot
SWG-Bericht zum Männchenüberschuss bei den Kälbern der SRs
Petition zur Entfernung von vier Snake River Dämmen