News 2011

Neuigkeiten und interessante Fakten von den Schwertwalen in Gefangenschaften.

Corky - 42 Jahre in Gefangenschaft

11. Dezember 2011

Heute is Corky genau 42 Jahre in Gefangenschaft und damit der am längsten in Gefangenschaft lebende Orca der Welt, dicht gefolgt von Lolita mit 41 Jahren. Es ist ein guter Tag daran zu erinnern, dass sie einst im Ozean bei ihrer Familie gelebt hat und SeaWorld & Co. ihre ersten Tiere durch brutale Gefangennahmen bekommen haben, bei denen Schwertwale starben, Babys von ihren Müttern getrennt und Pods fast ausgerottet wurden und noch heute damit zu kämpfen haben.

Corkys Leben in Gefangenschaft hatte wohl überwiegend Tiefen statt Höhen. Alle ihre sieben Babys starben in weniger als zwei Monate bzw. waren Tot- oder Fehlgeburten. Mal verweigerte sie anschließend die Nahrung, ein anderes Mal rammte sie mit dem Kopf das Fenster in ihrem Pool. Orky, der Vater ihrer Kids und Verwandter, zeigte ein ähnliches Verhalten, stieß mit dem Kopf gegen die Wand des Beckens.

In SeaWorld San Diego verstarb er und Corky musste sich immer wieder mit anderen Orcas auseinandersetzen, die sie in der Wildnis nie getroffen hätte. Erst mit Kandu V, welche nach 45 Minuten jämmerlich verblutete, nachdem sie Corky angriff und sich dabei den Kiefer brach sowie eine Arterie durchtrennte, dann mit Ulises und auch die Matriarchin Kasatka mag sie hin und wieder beißen, vor allem wenn Corky in ihrem Familiendialekt spricht. Eine Verbündete findet sie in Orkid, die sie nach dem Tod ihrer Mutter Kandu V aufgezogen hat. Sie kommt vor allem mit den jüngeren Schwertwalen zurecht, nimmt die Neuankömmlinge aus anderen Parks unter ihre Fittiche. Einige ihrer Schützlinge sah sie sterben, genauso wie ihre Babys. Neue Trainer werden mit ihr eingearbeitet, da es nur wenige aggressive Zwischenfälle mit ihr gab.

Corky ist auf dem linken Auge fast blind und hat anscheinend Beschwerden mit der Blase, Leber und Niere. Ihre Zähne sind in einem schlechten Zustand, welches ein grundsätzliches Problem bei Orcas in Gefangenschaft ist.

Mit Sicherheit wäre ihr Leben anders verlaufen, wenn sie vor 42 Jahren nicht gefangengenommen worden wäre. Besser? Wahrscheinlich. Sie hätte von ihrer Mutter gelernt für Babys zu sorgen, hätte von Zeit zu Zeit auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen müssen, hätte genügend Erfahrung, Hilfe und Platz gehabt um ihre eigenen Nachkommen großzuziehen. Viele, vielleicht nicht alle, hätten überlebt. Sie hätte wohl in größeren Abständen Nachwuchs bekommen. Sie hätte sich nicht mit fremden Orcas auseinandersetzen müssen, hätte Konfrontationen aus dem Weg gehen können, wäre eines Tages selbst Matriarchin gewesen. Sie wäre frei gewesen, im Ozean, mit ihrer Familie. Wäre sie dort so alt geworden wie in Gefangenschaft? Wer weiß, aber das Durchschnittsalter bei Weibchen in der Wildnis liegt bei 50 Jahre. Die Chancen standen gut, sie hatte ihre zwei schwierigsten Lebensjahre bereits überlebt. Heute wäre sie vielleicht schon eine Uroma...

Corkys Mutter Stripe (A23) ist leider in 2000 verstorben, aber ihre jüngere Schwester Ripple (A43) und ihr jüngerer Bruder Fife (A60) sind noch am leben. Ripple ist in 2009 Oma geworden, als ihre Tochter Midsummer (A69) mit Fern (A95) eine First-Time-Mom wurde. Der A5 Pod ist heute immer noch sehr klein. Er beinhaltet drei Matrilines: A8, A23 und A25. Letztere wird vielleicht aussterben auf Grund des frühen, unerwarteten Tod der Matriarchin Nodales (A51) und ihr Baby. A5 Pod hatte große Verluste bei den Gefangennahmen für die Delfinarien und das ist heute noch sichtbar.

Es wäre schön, wenn Corky zu ihrer Familie zurückkehren könnte. Wenn sie die Rolle als "Auntie" einnehmen könnte, die sie schon in San Diego spielt und die sie in der Wildnis hätte, nachdem ihre fruchtbare Zeit vorbei ist. Sie hat ihre Familie erkannt, als ihre Calls ihr vorgespielt wurden. Ob sie sie nochmal hören möchte? Wie lange wird sie noch in Gefangenschaft aushalten?


Morgan in Kontakt mit Orcas

03. Dezember 2011

Morgan ist vor einigen Tagen im Loro Parque angekommen und wenig später hatte sie den ersten Kontakt mit Adán, Kohanas verstoßenen Sohn.

Am frühen Morgen des 29. November 2011 hat das junge Orcaweibchen Harderwijk verlassen und wurde zu dem spanischen Park auf Teneriffa transportiert, wo sie nun Schritt für Schritt mit den anderen fünf Orcas zusammengeführt wird. Einen Tag nach ihrer Ankunft wurde sie bereits mit Adán bekanntgemacht. Das Treffen dauerte nur wenige Minuten. Für Morgan war es der erste Schwertwal, den sie seit ihrer Gefangennahme Ende Juni 2010 getroffen hat. Tagsdarauf lernte sie die 7-jährige Skyla kennen.

Loro Parque ist im Gegensatz zu Morgans vorheriger Behausung definitiv ein Aufstieg. Zwar wird sie vorerst im kleineren Medical Pool bleiben, aber sie hat die Möglichkeit, wenn sie sich gut in die Gruppe einfügt, in ein größeres Becken zu gelangen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann über eine erfolgreiche Eingliederung noch nicht gesprochen werden, weil sie erst zwei von fünf Orcas getroffen hat und es werden weitere solcher Zusammenkünfte nötig sein, um dies zu beurteilen. Erst wenn sie dauerhaft mit der Gruppe ohne Auseinandersetzungen zusammen ist und viel mit den Individuen interagiert, kann von erfolgreicher Eingliederung die Rede sein. Denn in der Wildnis wäre sie die ganze Zeit bei ihrer Familie gewesen, hätte gejagt, mit ihren Geschwistern und anderen jungen Schwertwalen gespielt und die Unterwasserwelt des Ozeans erkundet. Nun warten Trainingsessions, Shows und Zucht auf das kleine, norwegische Weibchen mit den wertvollen Genen.

Sie wurde gefangengenommen, als sie schwach und unterernährt war. Ohne den Eingriff der Menschen wäre sie sehr wahrscheinlich gestorben. Doch sie sollte wieder ausgewildert werden, wenn sie wieder bei Kräften ist. Sie hat sich erholt, aber weil man nicht wußte, wo ihre Familie ist, wurde bekanntgegeben, dass sie nicht freigelassen werden kann. Zu diesem Zeitpunkt war bereits gewiss, dass sie von norwegischen Orcas abstammt. Schließlich die Nachricht, dass Morgans Calls zu 77,7% mit den Calls der P Gruppe übereinstimmen. Treffer! Die Forscher haben das ohne die Kooperation der Delfinarien erreicht.

Alle wollen das Beste für Morgan. Was ist das Beste? Ein Betonbecken mit Orcas, die sie in der Wildnis nie getroffen hätte, die nicht ihren Dialekt nutzen und die sich und ihre Trainer angreifen? Oder der Ozean mit ihrer Familie, in der sie geboren wurde und niemals verlassen hätte, wenn sie nicht von ihnen getrennt worden wäre? Man hätte sie mit einem Sender ausstatten, nach Norwegien bringen und sie Schritt für Schritt nach dem Freilassungsplan auswildern können. Hätte sie keinen Anschluss gefunden, wäre es nach wie vor möglich gewesen sie nach Loro Parque zu bringen. Doch diese Möglichkeit, für die die Free Morgan Group und viele anerkannte Wissenschaftler gekämpft haben, hat sie nicht bekommen. Wollten die Delfinarien wirklich das Beste für sie oder nur ihre einzigartigen Gene für ihre Zucht? Ist das die moderne Methode der Gefangennahme? Einen kranken Orca einfangen, sagen man lässt ihn wieder frei, wenn er gesund ist, und dann schließlich deklarieren, dass er nicht mehr ausgewildert werden kann? Für die Delfinarien war das ein unglaublicher Glücksfall: ein junges Weibchen, das frische Gene bringt und noch leicht trainierbar ist. Besser hätten sie es nicht treffen können. Schwer zu glauben, dass sie nur um ihr Wohl besorgt war, wo die Lebenserwartung in Gefangenschaft doch weniger als zehn Jahren beträgt.

Hier ist eine Petition für Morgan. Wenn sie in Gefangenschaft bleibt, werden Delfianrien es zukünftig noch leichter haben an wilde Orcas zu kommen!


Die Entscheidung ist gefallen

21. November 2011

Nach langem Warten ist zumindest der Tag der Gewissheit gekommen, wenn auch nicht der Tag der Freude und so hat das Gericht entschieden, dass Morgan schnellstmöglich zum Loro Parque transportiert werden soll.

Enttäuschung, Wut, Angst sind wohl die Gefühle, die nun in den Menschen herrschen, die lange für Morgans Freiheit gekämpft und auf ein Happy End gehofft haben. Enttäuschung über ein Urteil, welches einen jungen Schwertwal für immer seiner Freiheit und Familie beraubt. Wut über die Begründung, dass die kleine Morgan keine Überlebenschance in der Wildnis hat, wobei doch ihre norwegische Familie stark eingegrenzt wurde und zahlreiche anerkannte Orcaforscher ihre Freilassung unterstützt haben. Angst um Morgans Wohlergehen in einem Delfinarium. Und diese Angst ist berechtigt.

Orcas in Gefangenschaft haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund zehn Jahren, während Männchen in der Wildnis im Durchschnitt 30 Jahre erreichen und Weibchen 50-60 Jahre alt werden. Im Loro Parque sind Aggressionen an der Tagesordnung. Ein Trainer wurde dort am 24. Dezember 2009 durch Keto getötet und auch Skyla sowie Tekoa haben bereits ihre Trainer attackiert. Tekoa weist eine völlig zerkratzte Haut auf, weil die anderen Schwertwale ihn regelmäßig angreifen. Kohana, das älteste Weibchen in dem Park, brachte mit acht Jahren ihr erstes Baby zur Welt und verstieß ihren Sohn Adán direkt nach der Geburt im Okotber 2010. Nur zum Vergleich: in der Wildnis werden die Weibchen mit rund 15 Jahren eine First-Time-Mom, doch in Gefangenschaft ist Kohanas Fall keine Ausnahme. Im Gegenteil. Gerade wurde bestätigt, dass sie bereits erneut schwanger ist - ein Jahr nachdem sie erstmals Mutter wurde und ihren Nachwuchs verstoßen hat. Anscheinend sieht man ihr bereits an, dass sie deutlich an Gewicht zugenommen hat und seit mehreren Monaten keine "Slideouts" mehr macht. Es wird interessant sein zusehen, ob sie dieses Mal ihr Baby annimmt... Adán wurde mit der Hand aufgezogen und wird in der Regel von seinen älteren Artgenossen ignoriert, wenn sie zusammen sind. Ob seinem Geschwisterchen das gleiche Schicksal ereilt?

Unter all diesen Aspekten scheint es ein fragwürdiges Urteil zu sein Morgan zum Loro Parque zu schicken. Überhaupt ist es ungewiss, ob sie von den LP Orcas aufgenommen wird, denn sie hat einen Dialekt, der sich von dem der anderen völlig unterscheidet. Außerdem wird sie wahrscheinlich viel zu jung für die Zucht eingesetzt, denn die Delfinarien brauchen frische Gene in ihre Pools, nicht zuletzt weil die meisten Babys durch Tilikum gezeugt wurden und auf die eine oder andere Art miteinander verwandt sind. Sie wird wahrscheinlich in viel zu kurzen Abständen ein Baby nach dem anderen zur Welt bringen. Doch dafür muss sie wahrscheinlich erstmal von ihren Nachkommen getrennt werden (falls sie ihren Nachwuchs überhaupt akzeptiert). Wahrscheinlich ist das ihre Zukunft.

In gewisser Hinsicht war diese Entscheidung heute ihr Todesurteil, denn sie wird sehr wahrscheinlich keine 50-60 Jahre alt werden, wie sie es hätte in der Wildnis werden können und sehr unwahrscheinlich ist, dass die Menschheit aus diesem Schicksal lernen wird...

Im Forum wird über diese Entscheidung gesprochen. Wenn ihr uns eure Meinung und Gedanken mitteilen wollt, dann meldet euch einfach kostenlos an!


Lolita

20. November 2011

Es sind zwei wichtige Ereignisse in Zusammenhang mit Lolita zu berichten, die Einfluss auf ihre Zukunft haben könnten - zum Positiven oder auch zum Negativen.

Erstens das Miami Seaquarium veranstaltet auf dem eigenen Grundstück am 25. November 2011 eine Party, die wahrscheinlich größeren Ausmaßes ist und laut sein wird, um auf HIV/AIDS aufmerksam zu machen. Natürlich mit dem besonderen Angebot mit Delfinen schwimmen zu gehen.

Tierschützern wird Angst und Bange, denn es ist bekannt, dass Meeressäuger ein empfindliches Gehör haben und laute Musik viel Stress verursacht und Schaden hervorrufen kann. Im Hinterkopf tummeln sich die aktuellen Ereignisse aus einem schweizerischen Delfinarium, wo nach einer 2-tägigen Technoparty zwei Delfine innerhalb von zwei Tagen starben, womöglich durch Drogen von Gästen vergiftet wurden.

Zweitens haben PETA und ALDF (Animal Legal Defense Fund) Klage gegen den National Marine Fisheries Service erhoben, weil Lolita in 2005 von dem Endangered Species Act (ESA) ausgeschlossen wurde, unter dem die Southern Residents bis heute stehen und welcher eigentlich für wilde und in Gefangenschaft gehaltene Tiere gelten soll. Dieses Gesetz schützt alle dort gelisteten Arten mit speziellen Rechten vor Bedrohungen und Schaden. Ohne Begründung wurden jedoch alle zuvor gefangenen Southern Residents vom ESA ausgenommen.

Lolitas Lebensbedingungen in einem kleinen, illegalen Becken, das nicht den USDA Vorschriften entspricht, sind für ein solch intelligentes und soziales Tier alles andere als artgerecht, viel mehr Tierquälerei und ihr "Eigentümer" hat kein Interesse daran ihre Situation zu verbessern, stattdessen veranstaltet er Partys fast neben ihrem Pool...

Hier findet ihr weitere Infos zum Gerichtsstreit. Noch eine weitere Quelle.

Bitte unterschreibt diese Petition, um Lolita die Möglichkeit auf bessere Lebensbedingungen zu geben und möglicherweise sogar zu ihrer Familie zurückzukehren.


Ikaika zurück nach SeaWorld

13. November 2011

Es scheint der Streit um Ikaika, ein 9-jähriger Orcabulle, ist nun beendet, denn er wurde nach SeaWorld San Diego transportiert.

Samstagnacht wurde der junge Schwertwal mit Trucks und einer Polizeieskorte zum Flughafen gebracht. Fünf Jahre verbrachte er in Marinland Ontario als Tausch für vier Belugas. Es war angedacht, dass er sich dort mit dem Weibchen, Kiska, paart und für Nachwuchs sorgt. Letztes Jahr entstand allerdings ein Rechtsstreit um Ikaika, denn SeaWorld berief sich darauf ihn nur verliehen zu haben, während Marineland der Ansicht war, dass sie ihn nur zurückgeben mussten, falls sie ihn nicht mehr pflegen konnten. Ein Gericht entschied schließlich, dass Ikaika Eigentum von SeaWorld ist und überführt werden muss.

Mit diesem Transfer bleibt die rund 35-jährige Kiska allein in Marineland zurück. Für Ikaika bedeutet der Transport viel Stress, ebenso für die anderen Beteiligten, denn überall herrscht nun eine neue, ungewohnte Situation, in der sie sich zurechtfinden müssen. Im Durchschnitt passiert ein solcher Transfer alle 18 Monate.


Gerichtsurteil in zwei Wochen

09. November 2011

Das Gerichtsurteil über den vorzeitigen Transport von Orca Morgan zum Loro Parque bzw. über ihre Freilassung wird am 21. November 2011 vorliegen. Vorgestern fand eine weitere Anhörung statt, in der wieder pikante Details ans Licht gelangten.

Die Anhörung hat mit einer Zusammenfassung der Situation begonnen und wies gleich daraufhin, dass das Urteil nach einigen Tagen gefällt wird. Der Anwalt der Orca Koalition wies auf Morgans sehr geringe Eingliederungschancen in die Gruppe der LP Orcas hin und begründete dies mit ihrem eigenen Dialekt, der sich von den der anderen unterscheidet. Des Weiteren wurde der Freilassungplan angesprochen, den viele erfahrene Orcafoscher unterstützen und zusätzlich auch einige Experten des Delfinariums Harderwijk, die zuvor der Meinung waren, dass eine Auswilderung nicht möglich wäre. Morgan hatte außerdem Unterstützung von Dr. Ingrid Visser, eine Orcaforscherin aus Neuseeland, die vor Ort die Situation der Schwertwale aus dem Loro Parque erläuterte und dazu Fotos von den Tieren mit Bissspuren zeigte. Weiterhin wurde enthüllt, dass die Delfine in Harderwijk mit Herpes infiziert sind und das Unternehmen bereits seit 2009 davon Kenntnis hatte.

Als nächstes war der Minister an der Reihe. Er gab zu bedenken, dass es völlig unklar ist, ob Morgan von einem wilden Orcapod akzeptiert wird und hält es für die beste Lösung, wenn sie zum Loro Parque kommt. Das Delfinarium wünscht sich mehr Respekt für die Rettung von Morgan. Es ist legal sie in Gefangenschaft zu halten, falls eine Freilassung nicht möglich ist. In diesem Fall wären auch die Meinungen der Forscher nicht relevant, weil Harderwijk nicht ungesetzlich handelt. Der Tierarzt führt den nötigen, sozialen Kontakt mit anderen Orcas an und bemerkt, dass eine Eingliederung bei SeaWorld immer erfolgreich verlief.

Die zweite Hälfte startete mit dem Befragen des Ministers vom Gericht. Anscheinend hatte dieser keine Pflicht herauszufinden, ob sie frei gelassen werden kann, worüber eine Diskussion zwischen den Anwälten entbrannte. Das Gericht vergewisserte sich, ob der Minister überprüft hat, ob zwischen den Parks kommerzielle Übereinkommen bestehen. Nach seiner Aussage gäbe es keine. Allerdings haben sie einen Tauschhandel vereinbart und Harderwijk wird an den Kosten beteiligt.

Zum Schluss merkte die Free Morgan Group an, dass Tiere, die performen, aus kommerziellen Grund eingesetzt werden und nicht zu Aufklärungszwecken. Die Anhörung endet mit einem Schlusswort von allen Parteien.

Im Forum ist ein Thema zu "Morgan" geöffnet, wo ihr eure Gedanken und Meinungen mitteilen könnt. Wie wird das Gerichtsurteil ausfallen? Was denkt ihr? Wenn es so weit ist, dann berichtet SWG selbstverständlich darüber, bis dahin seht euch doch im Forum um!


Morgans Freiheit wieder in Gefahr

15. Oktober 2011

Die traurige Nachricht wurde Mittwoch, den 12. Oktober 2011 verkündet. Morgan wird nicht freigelassen, sondern wird zu ihrem neuen Zuhause, dem Loro Parque auf Teneriffa, transportiert.

Es ist wie ein Déjà-vu. Genau diese Entscheidung wurde bereits schon Ende Juli 2011 getroffen, als Minister Bleker dem Delphinarium Harderwijk die Erlaubnis erteilte das junge Orcaweibchen nach Spanien zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Minister die Meinungen der Forscher und der Tierschützer völlig ignoriert und handelte in dem Glauben, dass Harderwijk am besten wüsste, was zu tun sei. Es kam zu einer Anhörung vor Gericht und der Minister wurde beauftragt sich den Forschern zuzuwenden. Morgan sollte vorerst in Harderwijk bleiben, aber mehr Platz und Gesellschaft von Delfinen bekommen. Was hat sich seither getan?

Zunächst bekamen die Forscher und Tierschützer endlich Gehör, der Minister befasste sich mit der Möglichkeit der Auswilderung und mit den im Loro Parque herrschenden Umständen. Harderwijk zeigte weder Interesse an eine Zusammenarbeit mit den Tierschützern noch an dem Wohlergehen von Morgan, sodass sie die ganze Zeit über alleine in dem kleinen Becken verweilte. Außerdem gestatteten sie keine neuen Aufnahmen von ihren Calls, die mit denen von wilden Orcas in norwegischen Gewässern hätten verglichen werden können. Dennoch gelang es den Forschern ihre Familie auf die P bzw. NP Gruppe einzugrenzen. 77,7% von Morgans Calls stimmen mit denen von der P Gruppe überein. Unglücklicherweise sind diese Gruppen relativ unerforscht und nur wenig ist über sie bekannt. Glücklicherweise scheinen die Gruppen sich wesentlich dynamischer zu formen, sodass auch keine direkten Familienmitglieder aufgenommen werden. Dennoch hält der Minister ihre Überlebenschancen für zu gering und eine Freilassung für zu gefährlich, wahrscheinlich auch weil die oben genannten Gruppen nicht jedes Jahr gesichtet wurden. Dies muss auf Grund des weiträumigen Gebiets und dem großen Vorkommen der Orcas jedoch nicht bedeuten, dass sie nicht da waren, sondern einfach nur nicht gesehen wurden.

Die Entscheidung bleibt fragwürdig, da die Gruppe im Loro Parque wegen des fehlenden, erwachsenen Weibchens unstabil ist. Zur Erinnerung: Tekoa hat eine völlig zerkratzte Haut, weil die anderen Orcas ihn ständig attackieren; drei der vier Schwertwale (Adán nicht mitgezählt, weil er noch zu jung ist) haben bereits Trainer angegriffen - einmal mit tödlichem Ausgang; Kohana hat auf Grund ihres jungen Alters von acht Jahren und ihrer mangelnden Erfahrung ihren Sohn Adán nach seiner Geburt verstoßen. Es ist schwer zu glauben, dass da ein besserer Ort für sie sein soll, als der Ozean mit ihrer Familie.

Sie soll so schnell wie möglich transportiert werden. Doch noch ist es zu früh ihre Freiheit abzuschreiben. Schickt bitte eine freundliche E-Mail an Minister Bleker (vorzugsweise in English an h.bleker@minlnv.nl). Sagt ihm, dass ihr diese Entscheidung fragwürdig findet und besorgt um ihre Zukunft seid. Außerdem ist es erwähnenswert, dass ihre Familie identifiziert wurde und weltweit anerkannte Forscher ihren Freilassungsplan unterstützen. Weiterhin herrschen chaotische Zustände im Loro Parque und dieser Ort ist durch die Aggressionen der Orcas gegen einander und ihren Trainer nicht als Zuhause für sie geeignet. Die Zeit ist knapp und daher ist der Weg via E-Mail am schnellsten. Vergesst jedoch nicht freundlich zu bleiben und euch für sein "Zuhören" zu bedanken. Vielen Dank!


Vor Gericht: OSHA vs. SeaWorld

19. September 2011

Heute beginnt die Anhörung zwischen OSHA (US-Behörde für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) und SeaWorld, welche einen Meilenstein im Kampf gegen die Haltung von Orcas in Gefangenschaft bedeuten könnte, denn werden bei diesem öffentlichen Verfahren nicht nur pikante Details zu der Lebensweise von in Gefangenschaft gehaltenden Schwertwalen preisgegeben, sondern auch die Wahrheit über den tragischen Tod der Trainerin Dawn Brancheau im Februar 2010.

SeaWorld fechtet die Untersuchungsergebnisse von OSHA bzgl. der Todesumstände der Trainerin an, die im vergangenen Jahr durch den Orcabullen Tilikum getötet wurde. Die US-Behörde belegte das Milliarden-Unternehmen mit einer Strafzahlung von 75.000$ und warf ihm vor grob fahrlässig im Hinblick auf die Sicherheit seiner Angestellten zu handeln. Sie fordert eine Barriere zwischen den Trainern und Tieren.

Zwar hat der Marienpark nach dem tödlichen Unfall die sogenannten Waterworks (Trainer mit Orcas im Wasser) untersagt und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen getroffen, u.a. sollen ein anhebbarer Boden, eine Notfallluftversorgung und das Trainieren der Orcas spezielle Gegenstände zu ignorieren zukünftig zum Schutz beitragen, doch gleichzeitig ist er nicht bereit auf diese spannende, aber gefährliche Interaktion zwischen Mensch und Tier gänzlich zu verzichten und arbeitet daraufhin dies erneut einzuführen.

Im Hinblick auf die vorherrschende Aggression, der andauernden Langeweile und dem permanenten Stress, dem Orcas in Gefangenschaft ausgesetzt sind, sind die Bemühungen für die Sicherheit der Trainer fast schon ein Eingeständis, dass mit einem weiteren Angriff gerechnet wird, nicht aber eine Behebung der Ursache, genauer gesagt eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Schwertwale. Schließlich kann nichts von den oben genannten Mitteln eine Attacke verhindern, nur ggf. den Ausgang mildern.

Die Anhörung - wie auch immer sie ausgehen mag - wird mit regem Interesse verfolgt und gestattet eine breite Masse sich mit dem Thema der Haltung von Orcas in Gefangenschaft zu beschäftigen und Informationen zu erfahren, die SeaWorld freiwillig wohl nicht veröffentlicht hätte. Wahrscheinlich wird der eine oder andere den nächsten Delfinarienbesuch meiden...

Regelmäßige, zeitnahe Updates zu dem Verlauf der Anhörung, die über die gesamte Woche stattfindet, werden im Forum gepostet und können dort gerne besprochen werden! Eine Zusammenfassung gibt es zu einem späteren Zeitpunkt auf der Website.


Tag der Entscheidung?

08. September 2011

Am 09. September 2011 findet eine weitere Anhörung über den Verbleib von Morgan aus dem Delfinarium Harderwijk statt. Alle Parteien haben sich zu Gesprächen zusammengefunden, doch kann von der gemeinsamen Suche nach einer geeigneten Lösung keine Rede sein.

Das Gericht in Amsterdam entschied am 03. August 2011, dass der junge, weibliche Orca Morgan vorerst im Delfinarium Harderwijk bleibt bis mehr Informationen über ihre Familie und die Möglichkeit der Auswilderung vom Minister recherchiert wurde. Alle Beteiligten (die Orca Koalition, Harderwijk und der Minister) wurden dazu aufgerufen zusammen eine Lösung zum Wohle Morgans zu erarbeiten. Weiterhin räumte das Delfinarium ein, Morgan mehr Platz und Gesellschaft in Form von Delfinen zu geben.

Nach über einen Monat hat sich nicht viel getan. Morgan, die aus der Wildnis stammt, im Juni 2010 schwach sowie unterernährt im Wattenmeer aufgefunden und zu ihrer Rettung eingefangen wurde, verweilt noch immer in dem kleinen Becken in Harderwijk. Ging es dem Delfinarium stets nur um das Beste für sie, waren sie nun nicht in der Lage ihr mehr Platz und Gesellschaft zu beschaffen, womit sie die Möglichkeit gehabt hätte neue "Ecken" und "Dinge" zu erforschen, was sie ein wenig beschäftigt und ihren Geist angeregt hätte.

Während ein Treffen mit dem Minister relativ schnell zu stande kam, fand die Besprechung mit Harderwijk erst vor wenigen Tagen statt. Noch einige Stunden zuvor erließ das Delfinarium eine Pressemitteilung, in der sie ihr Desinteresse über die Pläne der Aktivisten kundgetan haben (holländische Artikel hier und da). Gezwungenermaßen muss man sich die Frage stellen, ob sie wirklich an Morgans Wohlbefinden interessiert sind, wenn sie nicht alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Des Weiteren ist es respektlos den Freilassungsplan, an dem viele anerkannte Orcaforscher mitgearbeitet haben, als Experiment zu bezeichnen, vor allem wenn die eigenen "Orcaexperten" der Überzeugung sind, dass Schwertwale Menschen fressen würden (Video).

Nichtsdestotrotz gibt es dennoch etwas Positives über Morgans Verwandte zu berichten. Orcas um die Lofoten, eine Inselgruppe bei Norwegen, produzieren ähnliche Calls wie sie: eine Auswahl von Hunderten in vielen verschiedenen Gruppen, die das ganze Jahr über dort angetroffen werden. Mit Hilfe von weiteren und besseren Aufnahmen von Morgans Calls soll der Kreis der "Verdächtigen" weiter eingeschränkt werden. Dies sind wichtige Details für ihre Zukunft, auch im Hinblick auf den morgigen Tag.

Viel Glück, Morgan!

Mit einer Spende könnt ihr hier dazu beitragen, dass die Kosten für Morgans Kampagne gedeckt sind und die Orca Koalition weitere rechtliche Schritte einleiten kann. Vielen Dank!


Gericht entscheidet für Morgan

03. August 2011

Die Gerichtsanhörung in Amsterdam verlief sehr gut für Morgan, zwar nicht perfekt, da sie in Harderwijk bleibt, aber vorerst ist der Transport zum Loro Parque untersagt worden!

Die Entscheidung des Gerichts stimmt viele Leute positiv, unter anderem weil dieser Fall zukünftig auf ähnliche Situationen Einfluss haben kann/wird. Die Erlaubnis Morgan zum Loro Parque zu transportieren, war bereits erteilt, doch nachdem die Attacken der Orcas untereinandern als auch auf Trainern im spanischen Freizeitpark zur Sprache kamen und der Minister gestehen musste den Bericht der langjährigen Orcaforscherin Dr. Ingrid Visser aus Neuseeland nicht vollständig bzw. gar nicht gelesen zu haben, erklärte das Gericht Morgan wird vorerst im Delfinarium Harderwijk bleiben bis weitere Forschung getan bzw. Beweise erlangt wurden. Sie bekommt allerdings ein größeres Becken und Gesellschaft von Delfinen. Weiterhin sind alle Parteien angewiesen gemeinsam eine Lösung für ihr Wohlergehen zu finden.

Damit ist natürlich noch nichts gewonnen. Es wird sich wahrscheinlich als schwierig erweisen zwei solch unterschiedlichen Ansichten unter einen Hut zu bringen, dennoch haben Schwertwale dadurch viel Aufmerksamkeit erhalten und auch die Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft wurde hinterfragt. Für Morgan ist zu hoffen, dass es der erste wichtige Schritt in Richtung Freiheit und Familie war!

Vielen Dank an alle, die auf irgendeine Art und Weise mitgeholfen haben! Jetzt hat sie eine faire Chance auf Freiheit, denn die Forscher müssen nun angehört werden! Spenden sind weiterhin nötig und wer auch nur einen kleinen Betrag abgeben kann, möchte dies bitte hier tun. Vielen Dank!


Harderwijk wurde Erlaubnis erteilt Morgan zu transportieren

27. Juli 2011

Die Zeit drängt... Das Delfinarium Harderwijk hat auf ihrer Website veröffentlicht eine Erlaubnis für Morgans Transport vom Ministerium bekommen zu haben.

Sollte Morgan zum Loro Parque gebracht werden, sinken ihre Chancen auf Freiheit rapide. Daher ist es enorm wichtig jetzt alle Kräfte zu mobilisieren und sich gegen diese Entscheidung auszusprechen! Der erst kürzlich erschienende Artikel über den Tod des Trainers Alexis Martínez zeigt deutlich, dass der Loro Parque nicht der richtige Ort für das norwegische Orcaweibchen ist.

Am 03. August 2011 findet eine Anhörung zu diesem Thema statt. Bis dahin soll sie - laut dem Delfinarium - nicht übergesetzt werden. Die Unterzeichnung von Petitionen oder das Verfassen von Briefen möglichst von sehr vielen Leuten gleichzeitig kann die endgültige Entscheidung beeinflussen. Daher gibt bitte eure Stimme über den WDCS E-Protest-Brief für Morgan ab und sendet diesen an Freunde, Familie und Bekannte weiter bzw. teilt es über facebook und andere Social Networks. Zeigt euer Interesse in diesem Fall und setzt somit die Verantwortlichen unter Druck wirklich in Morgans Interesse zu handeln und nicht nur die Delfinarienindustrie zu unterstützen! Vielen Dank für eure Mithilfe!


Morgan soll zum Loro Parque

20. Juli 2011

Gerüchte gingen um, dass Morgan zum Loro Parque gebracht werden soll. Nun bestätigte das Delfinarium Harderwijk ihre Absicht das junge Orcaweibchen in den nächsten Wochen nach Spanien zu transportieren.

Es ist bereits über ein Jahr her, dass sie im Wattenmeer unterernährt gefunden und gefangen wurde. Mittlerweile ist die 2-3 Jährige wieder bei bester Gesundheit und haust immer noch in dem kleinen Becken im Delfinarium ohne Artgenossen. Dies soll sich bald ändern, denn nachdem im Dezember 2010 bekanntgegeben wurden, dass sie nicht frei gelassen werden kann, wurde ein geeigneteres Heim für sie gesucht und anscheinend gefunden: Loro Parque.

Vor zwei Tagen erschien ein Artikel über den Tod von Alexis Martínez am 24. Dezember 2009 durch das Männchen Keto, das im Loro Parque seit 2006 lebt. Unter anderem wurde darüber berichtet, dass die dortige Orcagruppe (Keto, Tekoa, Kohana, Skyla - Adán noch ausgenommen) nicht stabil ist. Sie greifen sich öfters gegenseitig an und sind häufig gereizt. Es gibt im Loro Parque kein erwachsenes Weibchen, das als Matriarchin fungiert und eine klare Hierarchie formt. Infolgedessen kommt es zu den gegenseitigen Attacken, die teilweise blutig enden. Weiterhin haben drei der vier Schwertwale bereits Unfälle mit Trainern hervorgerufen (nur Kohana noch nicht).

Unter all diesen Aspekten (der Artikel ist zwölf Seiten lang, in Englisch, aber unglaublich detailliert und informativ - sehr empfehlenswert) ist es nicht ratsam Morgan dorthin zu bringen. Die Gruppe ist bereits instabil und eine Veränderung durch einen zusätzlichen Orca könnte schwere Folgen für die Schwertwale und Trainer haben. Natürlich kann niemand sagen, wie die anderen auf das norwegische Mädchen reagieren und sie würden auch nicht von Anfang zusammengelassen werden, aber da dort keine erfahrene Matriarchin ist, sondern nur unerfahrene Kinder, sind die Risiken nicht einschätzbar.

Die Orca Coalition versucht ihren Transport mit einem Anwalt zu verhindern! Der Artikel lässt möglicherweise Zweifel bei vielen Menschen entstehen, ob Loro Parque der richtige Ort für Morgan ist.

Über Updates wird SWG natürlich berichten und die Informationen aus dem Artikel werden bald in die einzelnen Pages der Gefangenschaft eingearbeitet. Im Forum kann über diese Themen diskutiert werden!


2. Chance für Morgan

29. Juni 2011

Gute Neuigkeiten für Morgan! Das Delfinarium Harderwijk muss Morgans medizinischen Unterlagen veröffentlichen. Außerdem wird erneut geprüft, ob sie wieder freigelassen werden kann. Dies beschloss die Mehrheit des niederländischen Parlaments. Welche Experten diese Prüfung vollziehen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Ende 2010 wurde bekannt gegeben, dass der junge, weibliche Orca, der am 23. Juni 2010 geschwächt und unterernährt im Wattenmeer aufgefunden und gefangen wurde, nicht in die Wildnis entlassen werden kann. Laut den "unabhängigen" Experten habe sie ohne ihre Familie keine Chance zu überleben. War dies wirklich eine unabhängige Entscheidung? Immerhein waren unter den sieben Experten, die diesen Rat gaben, ein Orcatrainer, ein SeaWolrd Tierarzt, ein Unterstützer des Delfinariums Harderwijk und ein Experte für Seevögel. Warum wurden die Mitwirkenden von Springers (A73) Freilassung nicht gebeten ein Urteil abzugeben? Stattdessen wurde ihre und die Meinung von anderen Orcaforschern weltweit ignoriert.

Nun bekommt das kleine Mädchen eine zweite Chance und die Frage ist: Kann sie wieder freigelassen werden? JA! Warum?

Morgan ist erst ein Jahr in Gefangenschaft und ist noch sehr jung. Ihre Artgenossen können ihr den Kontakt mit Menschen abgewöhnen und ihr auch alles andere nötige Wissen vermitteln. Sie gehört wahrscheinlich zu einer Population von Residents in norwegischen Gewässern, das heißt sie haben sehr starke Familienverbände und kümmern sich um Familienmitglieder. Nun ist ihre direkte Matriline nicht bekannt, dennoch stehen die Chancen gut, dass sie aufgenommen wird, denn wie Springers Fall zeigte, sorgen sich die Orcas in der Community um einander.

Sicherlich wäre es besser mehr über ihre Herkunft zu wissen. Für dieses Ziel könnte man ihr Calls ihrer Community vorspielen und ihre Reaktion beobachten. Corky und Lolita haben die Laute ihrer Familien erkannt. Weiterhin besteht die Möglichkeit sich zu informieren, welche Mutter ohne Baby zurückgekehrt ist bzw. welche Mutter mit ihrem Nachwuchs vermisst wird, um die Suche nach ihren Verwandten einzugrenzen. Der Grund, warum Morgan von ihren Artgenossen getrennt wurde, ist nicht bekannt, aber entweder hat ein Sturm sie getrennt oder ihre Mutter war krank und Morgan ist bei ihr geblieben bis sie starb...

Diese Vorgehensweisen müssen keinen Erfolg bringen, nur bieten sie ihr die Möglichkeit auf eine intensive Suche nach ihrer Familie und somit eine faire Chance in die Freiheit entlassen zu werden. Wenn man sie mit Orcas ihrer Population zusammenführt und sie nicht akzeptiert wird, ist die Gefangenschaft wahrscheinlich der einzige Weg für ihr Überleben. Doch jetzt wurden noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und bis dahin sollten alle Maßnahmen ergriffen werden, um sie wieder nach Hause zu bringen.

Sie wurde im Ozean mit den großen Wellen, der vielfältigen Flora und Fauna und den leckeren Fisch geboren. Sie erinnert sich an das und an ihre Familie.