News 2012

Neuigkeiten und interessante Fakten von den Schwertwalen in Gefangenschaften.

Nicht länger unbekannt: Morgans Familie

09. Februar 2012

Sie wurde von ihrer Familie getrennt, war ausgehungert, allein und dem Tode nahe. Menschen kümmerten sich liebevoll um sie, ließen sie genesen und entschieden ihr ihre Freiheit zu nehmen.

Morgan sorgt(e) für reichlich Diskussionen. Ihr Fall ging sogar vor Gericht und für April 2012 ist ein weiteres Verfahren angesetzt. Mittlerweile harrt sie im Loro Parque aus, Berichte um ihr Wohlbefinden handeln über die erfolgreiche Eingliederung oder die Attacken der anderen Orcas. Fotos zeigen deutlich mehr Kratzer auf ihrer Haut, Augenzeugen berichten über monotones Treiben an der Wasseroberfläche, einige Tricks hat sie bereits gelernt. Geht es ihr wirklich gut?

Wie geht es wohl ihrer Familie? Ja, Morgan hat eine Familie, welche nicht länger unbekannt bleiben soll. Deshalb folgt dem Link zu den ID-Fotos der P Gruppe von norwegischen Schwertwalen, deren Calls zu 77,7% mit Morgans Lauten übereinstimmen.

Ohne ihre Familie oder eine andere Gruppe, die sich um sie gekümmert hätte, wären ihre Überlebenschancen in der Wildnis wirklich schlecht gewesen. Doch spätestens nachdem die P Gruppe als ihre nahen Verwandten identifiziert wurde, standen ihre Chancen sehr gut und sie war ein ausgezeichneter Kandidat für eine Freilassung. Des Weiteren hatte die norwegische Community in Stumpys Fall (siehe Orca des Monats) bereits bewiesen, dass sie für Mitglieder in Not empfänglich war. Morgan war wie ein kleines Mädchen, das sich velaufen hat. Niemand hätte je daran gedacht, sie auszusetzen und sie ihren Weg alleine nach Hause finden zu lassen. Im Gegenteil man wollte sie zurück zu ihrer Familie bringen, was immer noch seitens der Tierschützer oberstes Ziel ist.