Geschichte

Seit 1961 werden Orcas in Gefangenschaft gehalten. Dies führte dazu, dass sich das Image des Killerwals in einen freundlichen Delfin wandelte und viele Menschen sich heute mit diesen Tieren verbunden fühlen. Leider haben die Delfinarien mit ihren Fängen enormen Schaden in einigen wilden Pods (J, K, L und A5) angerichtet und einigen ihrer Besucher ist dies gar nicht bewusst. Die ersten zur Schau gestellten Orcas wurden im Ozean geboren und aus ihrem natürlichen Lebensraum sowie ihrer Familie brutal entrissen.

Anfänge der Gefangennahmen

1961 wurde der erste Schwertwal für Marineland California in Newport Habor gefangen. Es handelte sich um ein ausgewachsenes Weibchen, das krank und verwirrt war. Sie rammte zwei Tage nach ihrer Gefangenschaft ihren Kopf gegen die Wand und starb. Es war Suizid. Einige Orcas beendeten ihr Leben auf diese Weise.

Drei Jahre später sollte ein Orca getötet werden, damit eine Skulptur in Lebensgröße für die neue British Columbia Halle des Vancouver Aquariums angefertigt werden konnte. Das harpunierte Tier starb aber nicht, so wurde es mit der Harpune in seiner Finne von East Point (Saturna Island) zurück nach Vancouver gezogen. Es wurde Moby Doll genannt, später fanden die Leute heraus, dass es ein Männchen ist. 87 Tage überlebte er in Gefangenschaft, eine Hautkrankheit war die Todesursache.

Im nächsten Jahr begannen die Gefangennahmen, die das Ziel hatten die Tiere für die Zuschaustellung in Delfinarien und der Unterhaltung von Menschen einzufangen. Ein 7,3m langes und 5t schweres Männchen verhang sich in einem Fischernetz. Er wurde an Ted Griffin verkauft, der beweisen wollte, dass eine freundschaftliche Beziehung zu einem Schwertwal möglich war. In einem beweglichen Gefängnis wurde er mit dem Schiff 724,2km nach Seattle gezogen. Am vierten Tag nach Beginn der Reise tauchten 40-60 andere Schwertwale auf, nachdem der Bulle immer wieder Schrei-ähnliche Laute von sich gegeben hat. Seine Artgenossen wollten ihn befreien, in dem sie den Käfig zu rammen versuchten. Allerdings bremsten sie jedes Mal kurz vor Aufprall mit dem Objekt ab, ihr Sonar warnte sie vor dem Hindernis. Nach mehreren Stunden war die Gruppe fast gänzlich verschwunden, nur ein Weibchen mit ihren zwei Nachkomme blieb. Wahrscheinlich die Mutter und die Geschwister des Männchen, das den Namen Namu erhielt und als C11 in der Northern Resident Community bekannt war. 241,4km begleitete die Mutter ihren Sohn. Ihre letzten gemeinsamen Momente... Namu starb nach elf Monaten im Seattle Public Aquarium. Eine bakterielle Infektion zerstörte sein Nervensystem, schließlich rammte auch er seinen Kopf gegen die Wand seines Beckens.

Gefangennahmen heute

Die ersten Gefangennahmen waren sehr grausam, doch daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Orcas werden in eine Bucht getrieben, indem eine Mauer aus Lärm erzeugt wird (Explosionskörper, Schläge auf Metallrohre - im Wasser breitet sich Schall schneller aus und Meeressäuger haben ein sehr empfindliches Gehör). Dort werden sie in Netze gefangen. Bei dem Versuch zu fliehen, verheddern sich einige Schwertwale und ertrinken. Kälber werden ihren Mütter entrissen, verzweifelte Schreie überall. Die Jungen lassen sich am ehesten "erziehen" und trainieren, weshalb sie grundsätzlich in Delfinarien enden.

Links stehen die aktuellen Zahlen, die durch die Entstehung dieses Industriezweigs entstanden sind. Weitere 43 wurden in japanischen Gewässern gefangen und wahrscheinlich wegen ihrem Fleisch getötet.

Viele Orcas haben ihr Leben verloren, einige wilde Pods (J, K, L und A5) kämpfen heute noch ums Überleben. Sie wurden vor 50 Jahren ohne Rücksicht ausgebeutet. Die Delfinarien sind ihnen auch heute noch keine Hilfe.