B.C. Transients - T13 Gruppe
Typisch für die Transients sind ihre kleinen Gruppen. Flores (T13) und Pender (T14) spiegelten diese Charakteristik wider. Heute zieht Pender meistens alleine umher und schließt sich nur kurzzeitig anderen Gruppen an.
Flores (T13) war wahrscheinlich Penders (T14) Mutter. In diesem Fall wäre ihr Geburtsjahr vor 1965 gewesen. Die Beiden hatten eine feste Bindung, sie wurden nur gemeinsam angetroffen seit ihrer ersten Identifizierung in 1975.
Flores wurde in 2000 für tot erklärt, als Pender mehrmals ohne sie angetroffen wurde.
Pender (T14) war wahrscheinlich Flores' (T13) Sohn. Erstmals wurden sie in 1975 identifiziert und waren seitdem niemals getrennt.
Seit dem Tod von Flores zieht er oft alleine umher und ist nur für eine kurze Zeit in Begleitung anderer Ts.
Sender zu Forschungszwecken
1976 ereignete sich etwas Unheilvolles. Sechs Schwertwale - T26, T27, T46, T47, T13 und T14 - wurden in Pudget Sound gefangen genommen! Einst waren sie für Delfinarien gedacht, aber auf Grund des Aufschreis der Öffentlichkeit wurden glücklicherweise alle freigelassen. Jedoch hielt man Pender und seine Mutter für Forschungszwecke länger als die restlichen Orcas in Gefangenschaft und sie wurden ins Seattle Aquarium überführt, wo man ihnen Funksender anlegte. Die Geräte wurden an der Finne befestigt, wodurch die Wale äußerlich gekennzeichnet wurden. Die Schrauben wurden durch die Rückenflosse gebohrt und mit Muttern ausgerüstet. Jedes dieser Gerätschaften wog 1,5kg. Nach einem Jahr sollten die Dinger abfallen, doch bis zu diesem Zeitpunkt sollten sie ihre Arbeit tun und Signale senden, mit deren Hilfe die Forschungsobjekte lokalisiert werden konnten.
Nachdem die kleine Familie nach sieben Wochen endlich zurück in ihre natürliche Umgebung durfte (sie wurden in einer Bucht Nähe San Juan Island ausgesetzt), verfolgte man sie die nächsten zehn Tage bis schließlich das Signal wegen Funkstörungen verloren ging. Die nächsten fünf Monate wurden konstant Signale übertragen, dann verschwanden die Orcas und seither wurde kein Signal mehr empfangen. Erst drei Jahre später tauchten die Vermissten wieder auf - ohne Sender und mit geheilten Wunden, wenn gleich die Schrauben immer noch in ihren Finnen steckten. Es schien, als hätten die Orcas keine schlimmen Nachteile davon getragen. Sie waren wohlauf.
In den zehn Tagen, in denen die Sender gute Arbeit leisteten, wurden viele Daten gesammelt. Sie legten eine Durchschnittsstrecke von 126km pro Tag zurück und reisten mit einer Geschwindigkeit von 5km/h. Ihre Höchstgeschwindigkeit lag bei 30km/h. Bevor sie einen langen Tauchgang von fast sechs Minuten unternahmen, ging dem drei bis vier kurze Tauchgänge vorweg. Der längste Tauchgang dauerte 17 Minuten an. Dies sind zwar interessante Daten, hätten aber durch Standardmethoden ebenfalls ermittelt werden können!


